Um 05:20 stand Lea Steiner am Check-in in Dock E. Die Sachbearbeiterin aus Winterthur flog mit LX178 nach Südostasien, Kursbeginn um 09:00 Ortszeit am nächsten Morgen, Laptop im Rucksack, Kamera für die Abende. Den Koffer wollte sie leicht halten — «nur Kleider». Deshalb wanderte das Schwere nach unten: zwei Powerbanks, drei Kamerakkus. Was sie nachgeschaut hatte: die S-Bahn aus Winterthur, der Sitz, ob man in Basel oder Genf hätte starten können. Was sie nicht nachgeschaut hatte: in welchem Gepäckstück Lithiumbatterien überhaupt fliegen dürfen.
Die Regel ist international und klar. Nach den IATA-Gefahrgutvorschriften und der Praxis der Flughafensicherheit in Zürich gehören Ersatz-Lithiumbatterien und Powerbanks ins Handgepäck. Im aufgegebenen Koffer sind sie verboten — Brandrisiko im Frachtraum, den die Crew im Flug nicht erreicht. Das ist keine Laune der Airline und keine Schweizer Sonderregel. Es steht in den Beförderungsbedingungen, auf der BAZL-Seite zu gefährlichen Gütern im Luftverkehr und auf den Schildern vor der Sicherheitskontrolle. Trotzdem packen viele so, wie Lea packte: das Schwere in den Koffer, damit der Rucksack an der Kontrolle leichter wirkt.
Um 06:35 nahm die Sicherheitskontrolle ihr 120-ml-Gesichtscreme ab — über der 100-ml-Grenze für Flüssigkeiten im Kabinengepäck, EU- und Schengen-Standard, in Zürich wie anderswo. Lea nickte, warf die Tube in den Behälter, ging weiter. Um 07:52, bereits am Gate 41, rief der Schalter ihren Namen. Der Koffer war vom Band genommen worden: Lithiumbatterien im Aufgabegepäck. Sie rannte zurück zum Gepäckschalter, öffnete den Koffer auf einem Metalltisch, räumte Powerbanks und Akkus in den Rucksack, gab den Koffer neu auf. Die Mitarbeitenden waren höflich und nach Vorschrift. Lea wurde nichts vorgeworfen. Sie wurde aufgehalten, weil eine bekannte Regel fehlte — und der einzige Grund dafür war, dass sie diese Regel nie als Packregel gelesen hatte.
Sie ging um 08:28 an Bord. Die Türen schlossen um 08:33. Den Kurs erreichte sie mit Vorsprung. Die Präsentation lief. Der Koffer kam mit dem nächsten Flug, elf Stunden später. Die Akkus hatte sie im Rucksack.
Sie schrieb auf, was niemand erklärt.
Auf dem Flug begann Lea eine Liste. Nicht die Flugzeiten — die Regeln zwischen Packen und Boarding: was in den Kabinentrolley darf und was in den Koffer muss; wie man sich an der Sicherheitskontrolle verhält (Elektronik raus, Flüssigkeiten sichtbar, keine Witze über Bomben); welche scharfen Gegenstände, auch das Sackmesser aus dem Wanderwochenende in den Bergen, in der Kabine konfisziert werden; welche Medikamente eine ärztliche Bescheinigung brauchen; welche Lebensmittel der Zoll am Extra-Schengen-Schalter stoppt; welche elektronische Einreisebewilligung Tage vor Abflug beantragt werden muss. Beruflich arbeitet sie mit Checklisten. Die Landschaft der Flughafenregeln, stellte sie fest, ist das Gegenteil davon — tausende einzeln vernünftige Vorschriften, verteilt auf Airline, Flughafen, BAZL, BAZG und ausländische Behörden, keine davon geschrieben für die Person, die in Winterthur um vier den Koffer schliesst.
Als sie in Winterthur wieder am Tisch sass, hatte sie das Gerüst von AirportRulesToday: ein durchsuchbares, belegtes Verzeichnis von allem, was man mit Schweizer Pass vor dem Flughafen und an der Grenze wissen muss. Zuerst das Gepäck — die Regel, die ihren Koffer vom Band nahm —, dann die Kontrolle, dann Waren und Medikamente, dann Visa, dann das Kleingedruckte, das niemand prüft, bevor der Name ausgerufen wird.
Powerbank im Koffer? Flüssigkeiten über 100 ml? Medikamente dabei? Regeln prüfen, bevor Sie packen — kostenlos, offline, ohne Konto.
AirportRulesToday herunterladenGebaut für den Ablauf, den Sie am Flughafen wirklich durchlaufen
AirportRulesToday ist so geordnet, wie eine Reise aus der Schweiz abläuft — nicht so, wie Behörden Verordnungen nummerieren. Vor dem Packen zeigt die App, was in die Kabine darf und was in den Koffer muss: Lithiumbatterien, Flüssigkeiten, scharfe Gegenstände, Werkzeug, Drohnen. Vor der Sicherheitskontrolle denselben Ablauf in der Reihenfolge der Schlangen: Elektronik, Beutel, Schuhe, was Sie sagen und was Sie besser nicht sagen. Vor Extra-Schengen kommt der Zoll dazu: Freigrenze, Formulare, Bargeldschwelle, Waren, die in der Schweiz alltäglich und am Ziel kontrolliert sind. Jeder Eintrag nennt die Vorschrift, die Formularnummer und die Amtsseite — damit Sie in unter einer Minute gegen die Quelle prüfen können.
Verhalten an der Grenze läuft gleich: Pass bereithalten, Fragen wahrheitsgemäss beantworten, nichts verbergen, das ist keine Höflichkeit, das ist die Pflicht. AirportRulesToday übersetzt das nicht in Ratschläge «wie man netter wirkt», sondern in die Regel, die dahintersteht — und in die Sanktion, wenn sie fehlt. Wenn eine Vorschrift aus der Reise eine Beschlagnahme, eine Busse oder einen verpassten Flug machen kann, zeigt die App sie in der Planung, solange noch Zeit bleibt, den Koffer anders zu packen.
Eine App. Der Flughafen. Mit Quelle.
AirportRulesToday deckt alle UNO-Mitgliedstaaten plus Taiwan, Kosovo und Palästina ab: Gepäck- und Sicherheitsregeln, Bargeldschwellen, Visa und ETA, verbotene und beschränkte Waren, Zollanmeldungen und die lokalen Vorschriften, die sich am stärksten von der Schweizer Praxis unterscheiden — einschliesslich des Umstands, dass die Schweiz im Schengen-Raum liegt, aber nicht in der EU-Zollunion. Jeder Eintrag trägt seine Fundstelle — Artikel, Verordnung, IATA-Kapitel, SR-Nummer — und jede Fundstelle führt zur Quelle. Ändert ein Staat eine Schwelle oder ergänzt ein Verbot, wird der Eintrag aktualisiert, datiert und versioniert: Sie sehen, was gilt und seit wann.
AirportRulesToday gibt keine Rechtsberatung. Die App macht eines: Sie macht die Regeln, die Ihren Weg durch den Flughafen schon regeln, lesbar — auf Deutsch, in Franken und im Schweizer Kontext, bevor Sie am Band stehen. Kostenlos. Ein Länderpaket herunterladen, und alles läuft offline — genau dann, wenn das WLAN in der Halle aussetzt.